Geschäftsauflösung

Die derzeitige wirtschaftliche Lage des Landes zwingt immer mehr kleine Betriebe zur Geschäftsaufgabe und damit zu einer schmerzlichen Geschäftsauflösung. Während die großen Konzerne steuerliche Vergünstigungen erhalten und durch ihr niedriges Preisniveau eine große Käuferschicht anlocken, bleibt dem Kleinunternehmer nur die Kapitulation in Form der Geschäftsauflösung.

Die zum Teil hohe Verschuldung führt bei den meisten Insolventen dazu, dass sie außer Ihrer gewerblichen Geschäftsauflösung ihr privates Hab und Gut ebenfalls veräußern müssen. Die Miete kann nach einer Geschäftsauflösung in der Regel nicht mehr gezahlt werden, so dass ein Umzug in eine kleinere Wohnung angedacht wird. Alles was dort nicht rein passt, wird im Rahmen einer Haushaltsauflösung veräußert. Eine Geschäftsauflösung ist oft der Anfang vom sozialen Abstieg, denn sie zieht in der Regel ein Insolvenzverfahren nach sich. In seltenen Fällen gehen die Geschäftsinhaber nach einer Geschäftsauflösung in den wohlverdienten Ruhestand, weil sich kleinere Betriebe meist nicht bis zur Rente finanzieren können und staatliche Subventionen nur an landwirtschaftliche Betriebe oder Großkonzerne gezahlt werden.

Eine Geschäftsauflösung ist auf der anderen Seite eine gute und günstige Gelegenheit, sich mit Waren oder Werkzeugen einzudecken, die man ohne Geschäftsauflösung sich nicht hätte leisten können.

So gibt es bei der Geschäftsauflösung also Gewinner und Verlierer. Auch eine Geschäftsauflösung spiegelt nur das wahre Leben ab.

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